News und aktuelle Informationen
zum Thema Herz-Kreislauferkrankungen
Schwerpunkt Herzinfarkt
Herzinfarkte Vorbeugung/ Prophylaxe:
Dramatische Folgen für das Gesundheitswesen und für
die einzelnen Betroffenen
Herzinfarkte
gehören weltweit zu den häufigsten und gefährlichsten
Krankheiten überhaupt. Die Bemühungen um eine Herzinfarkt-Vorbeugung
/Prophylaxe ist daher sehr wichtig.
Herzinfarkt-Prophylaxe
(Herzinfarkt-Vorbeugung):
In letzter Zeit haben zahlreiche
qualitativ hochwertige wissenschaftliche Studien gezeigt,
dass sich das Herz-Kreislaufrisiko mit vertretbarem
Aufwand deutlich senken lässt.
Unter
anderem wurde gut belegt, dass sich über eine gesunde
Ernährung eine überraschend deutliche Risikominderung
erreichen lässt: die traditionelle
Mittelmeerdiät,
regelmäßiger
Fischkonsum
und eine konsequent durchgeführte fettarme
vegetarische Diät können
Herzinfarkte wirksam verhindern. Durch die regelmäßige
Einnahme eines Blutfettsenkers aus der Wirkstoff-Familie
der Statine lässt sich das Herzrisiko bei bestimmten
Patientengruppen ebenfalls positiv beeinflussen.
Statine sind für jene Patienten geeignet, die bereits
einen Herzinfarkt hatten (sog. sekundäre Prophylaxe).
Zahlreiche Therapiestudien haben eindeutig belegt, dass
die Senkung eines
erhöhten Blutdrucks
das individuelle Herzinfarkt-Risiko nahezu normalisiert.
Einen
geradezu revolutionären Ansatz für eine wirksame Bekämpfung
des Herztodes präsentierten im Sommer 2003 britische
Wissenschaftler: durch die Verordnung der aus verschiedenen
Wirkstoffen zusammengesetzten "Polypill / Multipill"
an alle Männer über 55 kann das Sterberisiko
aufgrund von Herzinfarkt und Schlaganfall wahrscheinlich
um über 80% gesenkt werden. Dadurch ließen sich weltweit
pro Jahr einige 100.000 Menschenleben retten.
NEUES AUS DER MEDIZIN
NEUES
AUS DER MEDIZIN
Behandlung der Herzmuskelschwäche
(Herzinsuffizienz) :
Die Herzmuskelschwäche wird in der breiten Öffentlichkeit
in ihrer Bedeutung als "Volkskrankheit" stark
unterschätzt. Ein praktisches Problem liegt derzeit noch
darin begründet, dass Diagnose- und Therapiefortschritte
nur unvollständig und sehr langsam Einzug in die ärztliche
Alltagspraxis nehmen. Viele Ärzte wenden noch Diagnose-
und Therapieverfahren an, die längst nicht mehr zeitgemäß
sind.
Aus diesem Grund hat das renommierte Fachblatt BMJ (British
Medical Journal) kürzlich mehrere Artikel publiziert, die
den mit Herzinsuffizienz befassten Ärzten Ratschläge in
Form von Leitlinien an die Hand gibt, die eine optimierte
Behandlung ermöglichen.
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Quelle:
Presse-Information Abstract
Fachblatt British Medical Journal
Cholesterin-Panik:
mäßiger Eierkonsum erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko
offenbar nicht. Bei besonders gesundheitsbewussten
Menschen gelten Eier schon seit langer Zeit als gefährliche
"Cholesterin-Schleuder" und werden daher von diesen
völlig aus der Diät verbannt. Dabei scheint es sich aber
um eine übertriebene Schutz-Maßnahme zu handeln, die möglicherweise
nur bei Zuckerkranken Sinn macht.
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Quelle: Abstract Fachblatt
American Journal of Clinical Nutrition
Obst
ist nicht durch Tabletten zu ersetzen:
Multivitamin-Tabletten
können eventuell sogar das Sterberisiko erhöhen:
Antioxydatien wie die Vitamine A, Beta-Karotin, C , E und
Selen werden weltweit von Millionen von Menschen in der
Hoffnung eingenommen mit dieser Maßnahme ihre Gesundheit
zu verbessern, bzw. ihr Leben zu verlängern. Jetzt bewies
eine in Dänemark und Italien erarbeitete Studie ,
dass diese weit verbreiteten Hoffnungen offenbar auf unbegründeten
Vorurteilen basieren und somit nicht berechtigt sind.
Ganz im Gegenteil.
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Quelle: Abstract
und im Fachblatt Journal of the American Medical Association
(JAMA)
Herzinfarkt
Prophylaxe: Ist ASS (ASS= Azetylsalizylsäure)
doch nicht für die Herzinfarkt-Vorbeugung geeignet? In den
Jahren 2000-2003 erlitten in Finnland 33.309 Personen
einem ersten Herzinfarkt. Jetzt zeigt eine wissenschaftliche
Analyse dieser Patientengruppe, dass die Einnahme von Medikamenten,
die wie das Aspirin zur Gruppe der nicht-steroidalen
Antirheumatika (= NSAR) gehören, wider Erwarten nicht vor
Herzinfarkten schützt.
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Quelle: Abstract
European Heart Journal
Jeder Kontakt
zu Tabakrauch
erhöht das Herzinfarktrisiko
Eine weltweit in 52 Ländern durchgeführte Studie erbrachte
den Beweis dafür, daß jeder Kontakt mit Tabakrauch das Risiko
für Herzinfarkte stark erhöht. Das gilt beispielsweise auch
für die Nutzung von Wasserpfeifen sowie für Passivrauchen.
Die Wissenschaftler konnten beweisen, daß das Herzinfarktrisiko
direkt abhängig ist von der Zahl der täglich gerauchten
Zigaretten.
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Quelle:
Presse-Information Fachblatt The Lancet
Herzinfarkt
Prophylaxe: Überlegungen zur
Statistik in der Heart Protection Study (HPS) - Nachrechnen
ist angezeigt !
von Dr. med. Karlheinz Bayer
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Herzinfarkt
Prophylaxe und
Statine: Zum Kosten-Nutzen-Verhältnis
von Cholesterinsenkern in der kardialen Prävention und über
den Umgang mit Zahlen in den großen Lipidstudien.
von Dr. med. Karlheinz Bayer
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Diskussionspapier
zu „a strategy
to reduce cardiovascular disease by more than 80%“
aus dem BMJ vom 28.Juni 2003
von Dr. med. Karlheinz Bayer
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Erster Herzstimulator
mit von außen aufladbarem Akku implantiert
Den weltweit ersten Herstimulator
mit einem Akku, der per Induktion von außen wieder aufladbar
ist, haben die Ärzte der RUB-Klinik für Kardiologie in den
BG-Kliniken Bergmannsheil am 24. März 2004 im Rahmen einer
internationalen Studie implantiert. Die Patienten schlüpfen
alle zwei Wochen für zwei Stunden in eine Ladejacke. Weitere
Studienteilnehmer werden noch gesucht.
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Quelle: RUB-Klinik
für Kardiologie in den BG-Kliniken Bergmannsheil
Die
antioxydativ wirkenden
Vitamine A und E
können Herzerkrankungen doch nicht verhindern
Die angesehene Medizin-Fachzeitung
The Lancet räumt jetzt mit einem weiteren weit verbreiteten
Vorurteil auf, das besagte, dass die antioxydativ wirkenden
Vitamine A und E die Entwicklung einer Arteriosklerose verlangsamen
und so der Entstehung von Herzinfarkten vorbeugen.
mehr
Quelle:
Presse-Information Fachblatt The Lancet
Herzinfarkt
Vorbeugung:
Eine aus verschiedenen Wirkstoffen
zusammengesetzte "Polypill" bzw. "Multipill"
könnte nach Meinung hochrangiger medizinischer Experten
die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle um über 80%
vermindern.mehr
Quelle:
Presse-Information Fachblatt British Medical Journal
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